
von Heike Schülein
Seit Anfang Juni wird die Kindergarten-Auffahrt in Reichenbach neugestaltet. Der Planungsentwurf ist den Gemeinderäten bekannt und wurde im Infokanal der Gemeinde Reichenbach publiziert. Während der Bauarbeiten ist aufgefallen, dass der auf dem Grundstück des Kindergartens liegende Weg auch baufällig ist. Die Fa. Schindhelm wurde um ein Angebot gebeten, den baufälligen Weg mit zu pflastern in der gleichen Ausführung wie die Randbereiche der Ortsdurchfahrt. Die Gesamtkosten beliefen sich - laut Angebot - auf 24.296,46 Euro.
„Da die Kosten relativ hoch erschienen, sollte eine Markterkundung durchgeführt werden“, erklärte Reichenbachs 1. Bürgermeister Richard Balazs (BLR) bei der Gemeinderats-Sitzung am Dienstagabend. Eine Aufnahme des Gebiets in die Städtebauförderung wurde angefragt, aber abgelehnt. Da die Zufahrt zum Kindergarten aktuell schon ziemlich schwierig ist, war es dem Kindergarten wichtig, dass die Wege schnellstmöglich mit gepflastert werden. Deshalb hat der Trägerverein „Don Bosco“ Reichenbach beschlossen, die Kosten für die Pflasterarbeiten ohne Markterkundung zu übernehmen. Der Trägerverein bat nun um einen gemeindlichen Zuschuss für die Leistungen.
Fraktionsübergreifend wurde versichert, das Vorhaben gerne zu unterstützen. Zuvor aber forderten Siegfried Stubrach, Peter Dressel (beide BLR) sowie Rudi Neubauer (CSU), dass der Förderverein seine Kassengeschäfte in Ordnung bringen und darlegen solle, welches Guthaben dort vorhanden sei. Bemängelt wurde, dass schon seit längerer Zeit keine Jahreshauptversammlung mehr stattgefunden habe und die Mitglieder keinerlei aktuelle Informationen erhielten. Sobald die Kassenlage geklärt ist und die entsprechenden Zahlen vorliegen, wird man über die Höhe des Zuschusses beschließen. Der Tagesordnungspunkt wurde daher einstweilen vertagt.
Der Kiga wird seit 2007 vom Trägerverein verwaltet, den Vorsitz hat Karin Ritter inne. Eigentümerin des Grundstücks war bislang die Kirchenstiftung. Wie der Bürgermeister ausführte, konnte dieses nunmehr von der Gemeinde übernommen werden. Für den Förderverein ändert sich mit der Übernahme nichts, die Konditionen - sprich eine kostenlose Nutzung - bleiben bestehen.
Einverständnis mit Kooperationsvertrag Schlauchwaschanlage
Die Gemeinschaftsversammlung Teuschnitz hatte im nichtöffentlichen Teil ihrer Sitzung am 21.05.2026 die Anschaffung einer gemeinsamen Schlauchwasch- und Druckprüfanlage für die Feuerwehren beschlossen. Bereits seit 2013 wird ein gemeinsamer Atemschutzprüfstand in Teuschnitz betrieben. Damit es für den Betrieb und die Finanzierung eine festgeschriebene Regelung gibt, soll ein Kooperationsvertrag geschlossen werden. Außerdem soll ein Zuschussantrag für die neue Anlage gestellt werden. Nachdem die Verwaltungsgemeinschaft aber nur übertragen Tätigkeiten erledigen darf, ist es nötig, diese Aufgaben auf die VG zu übertragen. Der Bürgermeister erläuterte das Muster der Zweckvereinbarung, mit dessen Inhalt fraktionsübergreifend Einverständnis bestand. Der Gemeinderat begrüßte das Vorhaben; der Beschluss erfolgte einstimmig. Zudem bestätigte das Gremium den in der Dienstversammlung am 16. Mai dieses Jahres gewählten 1. Kommandanten Christian Gäbler der Reichenbacher Wehr sowie seinen Stellvertreter Kevin Hertel.
Auch in den Informationen des Bürgermeisters ging es zunächst um das Feuerwehrwesen. Wie dieser informierte, war die neu gewählte Vorstandschaft der FFW Reichenbach an die Gemeinde herangetreten mit der Bitte um Anschaffung eines Laptops und eines Druckers. Dem Feuerwehrverein wird eine rechtssichere Online-Verwaltungssoftware „Fire Manager“ zur Verfügung gestellt, die jährlich 200 Euro kostet. Die Laptop-Beschaffung ist derzeit am Laufen. Für die Rennsteigstraße 16 („Das Fränkische Reichenbach“) wurde - informierte Richard Balazs - eine Gebäudeversicherung bei der Bayerischen Versicherungskammer zu einem Jahresbeitrag von knapp 4.700 Euro abgeschlossen. Ein großer Dank des Bürgermeisters galt Peter Dressel (BLR) für die Instandsetzung der Sportgeräte in der Turnhalle. Peter Dressel gab den Dank an die Gemeinde für deren Unterstützung zurück. Wenn alle Sportgeräte auf Vordermann gebracht seien, will man die Spender - voraussichtlich im September zum Start eines neuen Kurses - einladen, damit sich diese vor Ort ein Bild von der Verwendung ihrer Spenden machen können.
Bekanntgaben aus den nichtöffentlichen Sitzungen vom 22.04.2026 und 19.05.2026: Der Auftrag zur Lieferung und Installation einer Phosphor-Fällmittelstation für die Kläranlage Reichenbach wurde an die Fa. H2Orthner zum Angebotspreis von ca. 45.000 Euro vergeben. Die Gemeinde hat für den Ausbau der Neubauersgasse die notwendigen Flächen (303 m²) des Grundstückes 67 Gemarkung Reichenbach für 3.030 Euro erworben. Das gesetzliche Vorkaufsrecht betreffend dem Anwesen Fl.-Nr. 307/3 Gemarkung Reichenbach wurde nicht ausgeübt. Das Nachtragsangebot 02 der Fa. Bayer aus Teuschnitz für den Einbau einer elektrischen Schiebetür zur Verbindung des Küchen- mit dem Thekenbereich in der Rennsteigstraße 16 in Höhe von 5.743,75 Euro wurde beauftragt.